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Home Ritterstufe Aktuell Einkehrtage 2012 in Alvaschein

Einkehrtage 2012 in Alvaschein

Geschrieben von: Mamba

GruppenbildDie Einkehrtage der Ritterstufe lockten 17 Ritter/innen und Raider nach Alvaschein. Stille, Impulse, Anbetung, Lieder, Gebet, Gemeinschaft und sogar ein Ritterversprechen erwarteten die Teilnehmer.

 

 

 

 

 

 

War es der Duft der Gerstensuppe, der die 12 Ritter/innen und Raider nach Alvaschein zu Tornado lotste? Sicher ist, dass wir uns nach dem Rosenkranz-Gebet und der Hl. Messe mit einer feinen Gerstensuppe stärken konnten.

Als „Bettmümpfeli“ wurden wir von Tornado in die Einkehrtage eingeführt: „Diese Stunden sollen uns helfen, in der Liebe zu Gott zu wachsen. Wachsen? – Wie geht das? Vor 25 Jahren – als ich ein Jugendlicher war, so wie ihr heute – habe ich ein Französisch-Jahr in Fribourg absolviert. Es war eine schöne, intensive Zeit. Doch trotz des guten Zusammenhalts ging ein jeder nach dem Zwischenjahr seinen eigenen Weg und wir verloren uns aus den Augen. Jetzt wurde ein Treffen organisiert. Das hat mich sehr erfreut! Ich habe mich gut darauf vorbereitet und die alten Fotos angeschaut und die entsprechenden Namen gelernt. Umso grösser war mein Erstaunen, dass ich an unserem Treffen keinen einzigen mehr erkannte: der damals kleine Pummelige, war ein grosser, schlanker Mann geworden; der andere, mit einer buschigen Haarpracht im Institut, hat jetzt eine Halbglatze. Wieder ein anderer war ein schmeidiger Bub und ist jetzt ein starker Mann mit Brille und Bart… - wie die sich alle verändert haben: nur ich bin der gleiche geblieben – dachte ich! Unmerklich muss aber auch ich gewachsen und mich verändert haben. Aber eben, weil ich mich jeden Tag selber sehen konnte, war die Veränderung von Tag zu Tag so klein, dass sie mir selber nicht aufgefallen ist. Dieses Erlebnis soll uns Mut machen, auf dem Weg der Heiligkeit nicht aufzuhören. Auch wenn ich meine, es geht kaum vorwärts in meinem Glaubensleben, wachse ich doch immer mehr in die Liebe Gottes hinein. Ja, Veränderung ist möglich und notwendig; aber es braucht Geduld mit sich selber und mit Gott…“

Einige haben sich nach diesen Gedanken und dem Gotteslob der verdienten Nachtruhe gewidmet – andere haben noch lange das Beisammensein genossen.

Der Samstag begann mit dem Morgenlob in der Pfarrkirche. Das Frühstück im Pfarrhaus gab uns die nötige Energie für die beiden Betrachtungen am Vormittag. In der ersten Betrachtung vermittelte uns Tornado einen ersten Einblick in das II. vatikanische Konzil und das Jahr des Glaubens. Nach einer "Kopfauslüften"-Pause riefen uns die Glocken zum Engel des Herrn. In der zweiten Betrachtung schwärmte Tornado von der Tiefe der Konzilstexte. Dies konnten wir beim gemeinsamen Lesen eines Teils der pastoralen Konstitution „Gaudium et spes“ im ersten Hauptteil „Die Kirche und die Berufung des Menschen“ selber entdecken.

link_url „Gaudium et spes“

Deckenbilder in der Kirche St. Martin ZillisNach dem Mittagessen fuhren wir zur Kirche St. Martin in Zillis. In den interessanten Ausführungen von Pfr. Gion-Luzi Bühler lernten wir die Geschichte von Tal und Kirche kennen. Im Innern der Kirche bestaunten wir die einzigartige romanische Bilderdecke aus dem 12. Jahrhundert.

link_url Kirche St. Martin, Zillis

Bevor wir den Weg durch die Viamala-Schlucht unter die Räder nahmen, besichtigten wir die Ausstellung über die Kirche im Gemeindehaus.

In Cazis besuchten wir das Dominikanerinnenkloster St. Peter und Paul. Zwei Schwestern brachten uns das Leben im Kloster näher und erzählten von den vielfältigen Angeboten des Klosters (z.B. Gästehaus, schulisches Brückenangebot). Gemeinsam mit den Schwestern beteten wir die Vesper in der Klosterkapelle. Nach dem Abendessen verabschiedeten wir uns von den Schwestern und fuhren durch die Schin-Schlucht bergwärts.

link_url Kloster Cazis

In Alvaschein bereitete sich die auf 18 Personen angewachsene Schar auf den Beginn des Ritterversprechens vor. Bei hellem Fackelschein wanderten wir bergwärts und erreichten bald den Wachefeuerplatz oberhalb des Dorfes. Mit dem Licht der Osterkerze, das wir mitgetragen haben, entzündete der Wacheführer Sperber das Wachefeuer. Nach dem Nachtgebet kehrten wir in die Pfarrkirche zurück, wo Wolf die Nachtwache vor dem Allerheiligsten weiterführte.

Segen beim RitterversprechenEs war noch dunkel, als wir uns zur Hl. Messe in der mit Kerzenlicht erfüllten Pfarrkirche einfanden. Nach dem Wortgottesdienst waren wir Zeugen, wie Wolf sein Ritterversprechen ablegte und somit auch sein Späherversprechen als Erwachsener erneuerte. Nach dem Ritterschlag feierten wir gemeinsam das Opfer des neuen Bundes. Ein Fest folgt dem nächsten: Beim Morgenessen feierten wir unseren neuen Ritter Wolf! Herzliche Gratulation und alles Gute, damit Du Dein Versprechen immer in Ehren halten kannst.

Mit Rosenkranzgebet, Anbetung, eucharistischem Segen und Beichtgelegenheit rückte das Mittagessen immer näher.

Zum Abschluss der Einkehrtage gab uns Tornado folgende Gedanken mit auf den Weg: „Wer viel arbeitet – macht viele Fehler. Wer wenig arbeitet – macht wenig Fehler. Es soll sogar Leute geben, die machen gar keinen Fehler!“ Aber gerade das ist eigentlich der grösste Fehler! Wer eben nichts tut – seine Talente vergräbt – verpasst die Chance in der Liebe zu wachsen. Es braucht eine kleine Portion Mut, sich auf das Wagnis der Liebe Gottes einzulassen. Aber dann ist es wunderbar. Es ist so ähnlich, wie wenn einer lernen will, Velo zu fahren. Solange er nur in den Büchern die Theorie vom Kettenantrieb und die Technik studiert, lernt er nie Radfahren. Er muss sich selber einmal auf ein Velo schwingen, auf die Gefahr hin, einmal hinzufallen und ein blutiges Knie zu bekommen.“

Mit diesem Schlusswort wurden wir ermuntert in der Welt von Heute mutig den Weg des Glaubens zu gehen. Wenn wir Christus im Herzen tragen und an der Hand der Mutter Gottes sind, kann uns nichts passieren.

Herzlichen Dank an Tornado, unseren geistlichen Betreuer, für die Gastfreundschaft, die geistlichen Impulse und die Organisation dieser Einkehrtage. Hoffentlich bis zum nächsten Jahr!